Lungenkrebs-Screening
Lungenkrebs-Screening für Raucherinnen und Raucher
Informationen zum Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung
Wenn Sie stark Zigaretten rauchen oder geraucht haben und zwischen 50 und 75 Jahre alt sind, haben Sie grundsätzlich alle 12 Monate die Möglichkeit, an einer Niedrigdosis Computertomographie (NiedrigdosisCT) zur Früherkennung von Lungenkrebs teilzunehmen. Die Kosten übernimmt Ihre gesetzliche Krankenkasse. Ob Sie das Angebot annehmen oder nicht, entscheiden Sie selbst.
Ihre Teilnahme ist freiwillig. Es hat keine Folgen für Ihre Krankenversicherung, wenn Sie sich nicht untersuchen lassen möchten: Auch wenn Sie sich gegen eine Früherkennung entscheiden und später an Lungenkrebs erkranken sollten, übernimmt Ihre Krankenkasse selbstverständlich die Behandlungskosten.
Die Versicherteninformation des G-BA soll Sie dabei unterstützen, die Vor- und Nachteile abzuwägen und für sich eine gute Entscheidung zu treffen.
Sie hat vier Schwerpunkte:
- Informationen zum Ablauf der Untersuchung
- mögliche Ergebnisse der Lungenkrebs-Früherkennung
- Vor- und Nachteile der Teilnahme
- Unterstützung Ihrer Entscheidung
Am Ende dieser Versicherteninformation finden Sie Hinweise zu weiteren Informationen.
Kriterien für Ihre Teilnahme:
- aktive und ehemalige starke Raucherinnen und Raucher, die das 50. Lebensjahr, aber noch nicht das 76. Lebensjahr vollendet haben
- mindestens 25 Jahre ohne lange Unterbrechung geraucht
- Zigarettenkonsum von mindestens 15 sogenannten „Packungsjahren“ (Zahl der pro Tag gerauchten Zigarettenpackungen multipliziert mit der Zahl der Raucherjahre)
Auswahl der Anspruchsberechtigten
Fragen Sie gern Ihren Hausarzt, Ihre Hausärztin oder einen Facharzt für Innere Medizin. Dieser wird Sie mithilfe der Versicherteninformation des G-BA zu dem Screening-Verfahren beraten und aufklären.
Anschließend wird ein Bericht zur Anspruchsberechtigung ausgefüllt und Sie erhalten eine entsprechende Überweisung an einen Facharzt für Radiologie.
Bei privat versicherten Teilnehmern handelt es sich nicht um eine Leistung des GKV Früherkennungsprogrammes. Eine Untersuchung kann gegebenenfalls nach individueller ärztlicher Indikationsstellung und entsprechender Kostenklärung erfolgen. Bitte sprechen Sie uns gern an.
Terminanfrage
Bitte benutzen Sie bevorzugt das Kontaktformular oder kommen Sie gern persönlich bei uns vorbei, da unsere telefonische Beratung oft überlastet ist.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Zuweiser
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir ab sofort am Lungenkrebs-Screening mit Low Dose CT (LDCT) teilnehmen. Vorab haben wir einige Informationen für Sie vorbereitet:
Was ist Lungenkrebs-Screening?
Die Untersuchung dient der Früherkennung von Lungenkrebs bei Personen mit erhöhtem Risiko durch langjährigen starken Zigarettenkonsum. Sie soll Lungenkrebs möglichst in einem frühen, noch besser behandelbaren Stadium erkennen.
Die Untersuchung erfolgt als Niedrigdosis-Computertomographie des Brustkorbs. Sie ist eine Früherkennungsuntersuchung und keine allgemeine Vorsorgeuntersuchung für alle Erkrankungen des Brustkorbs. Das Screening ist freiwillig.
Wer darf teilnehmen?
Nach den derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen kommt die LDCT-Früherkennung insbesondere für gesetzlich Versicherte im Alter von 50 bis 75 Jahren mit einem Zigarettenkonsum von mindestens 25 Jahren und mindestens 15 Packungsjahren in Betracht. Rauchpausen von weniger als 10 Jahren werden dabei nach den gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt. Zusätzlich müssen medizinische Eignung und die weiteren Voraussetzungen des Screeningprogramms erfüllt sein. Eine qualitativ für die Beurteilung eines Lungenkarzinoms geeignetes CT des Thorax soll grundsätzlich mindestens 12 Monate zurückliegen; nach einem kontrollbedürftigen Befund kann eine frühere Kontrolle vorgesehen sein. Die endgültige Anspruchsberechtigung und medizinische Eignung werden im dafür vorgesehenen Verfahren festgestellt.
Bei privat versicherten Teilnehmern handelt es sich nicht um eine Leistung des GKV Früherkennungsprogrammes. Eine Untersuchung kann gegebenenfalls nach individueller ärztlicher Indikationsstellung und entsprechender Kostenklärung erfolgen.
Wie können sie infrage kommende Personen bei uns zum Lungenkrebs-Screening anmelden?
Sie können geeignete Teilnehmer nur bei uns anmelden, wenn Sie selbst eine Weiterbildung zu diesem Thema besucht haben und uns die Genehmigung durch die KVBB nachweisen können.
Was ist für eine Anmeldung notwendig?
Wir haben für die Teilnehmer einen Erhebungsbogen (Bericht zur Prüfung der Anspruchsberechtigung) vorbereitet. Dieser muss von Ihnen und dem Teilnehmer ausgefüllt werden. Wenn alle Angaben vorliegen, wird ein Termin vergeben.
Ein Beispiel dieses Berichtes finden Sie unter diesem Link: Eignungsbericht Lungenkrebs-Screening
Worin liegt der Nutzen des Screenings?
Der wesentliche, mögliche Nutzen besteht darin, Lungenkrebs früher zu erkennen. Bei Personen mit erhöhtem Risiko kann dies die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine Erkrankung in einem frühen, behandelbaren Stadium entdeckt wird.
Das Screening garantiert jedoch nicht die Verhinderung eines Todes durch Lungenkrebs und garantiert nicht, dass ein vorhandener Tumor erkannt wird.
Ein unauffälliger Befund schließt Lungenkrebs nicht sicher aus. Beschwerden wie Husten, Bluthusten, Atemnot, ungewollter Gewichtsverlust oder andere neue Symptome müssen unabhängig vom Screening ärztlich abgeklärt werden.
Was sind Risiken und Nachteile?
Strahlenexposition: Jede CT verursacht eine ionisierende Strahlenexposition. Die LDCT wird mit einer möglichst niedrigen Dosis durchgeführt, die für eine ausreichende Bildqualität erforderlich ist. Eine geringe Strahlenbelastung bleibt dennoch bestehen.
Falsch-positive Befunde: Gutartige Veränderungen können wie Krebs aussehen. Dies kann zu Kontrolluntersuchungen und gegebenenfalls invasiven Untersuchungen führen, obwohl letztlich kein Krebs vorliegt.
Falsch-negative Befunde: Ein vorhandener Lungenkrebs kann trotz Screening übersehen werden.
Überdiagnose: Manche durch Screening entdeckte Tumoren würden ohne Screening möglicherweise nie Beschwerden verursachen. Ihre Behandlung kann dennoch Belastungen und Nebenwirkungen verursachen.
Folgeuntersuchungen: Je nach Befund können weitere CT-Untersuchungen, PET/CT, Bronchoskopie, Punktion oder Operation erforderlich werden. Diese können zusätzliche Strahlenexposition, Komplikationen, Angst und Wartezeiten verursachen.
Zufallsbefunde können zu weiterer Diagnostik führen, obwohl sie mit dem eigentlichen Screeningziel nichts zu tun haben.
Wann geht es los?
Ab sofort ist eine Terminvergabe möglich.
Sollten Sie Fragen zum Lungenkrebs-Screening haben, zögern Sie nicht und senden Sie uns eine Nachricht per KIM oder E-Mail.
Links
Weitere Informationen finden Sie
auf der Seite der KBV: Lungenkrebs-Screening
auf der Seite der KVBB: Lungenkrebs-Früherkennung
sowie auf der Seite vom Gemeinsamen Bundesausschuss: Lungenkrebs-Früherkennung